Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) vereint im Integrationsmodell die Medizinische Fakultät der Georg-August-Universität und das Universitätsklinikum unter einem Dach. Mit rund 9.700 Beschäftigten ist die UMG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften einer der größten Arbeitgeber in der Region. Unsere Kliniken und Institute stehen für eine qualitativ hochwertige Patient*innenversorgung, exzellente Forschung, moderne Lehre und innovativen Technologietransfer.

Göttingen als Stadt der Wissenschaft liegt im Zentrum Deutschlands und die Universitätsmedizin ist vor Ort eingebunden in ein attraktives Netzwerk universitärer und außeruniversitärer Wissenschaftseinrichtungen.

Institut für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Göttingen sucht zum frühestmöglichen Eintrittstermin:

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in für das Projekt „Trans*power“ (w/m/d/k.A.)

Teilzeit, mit 25 Stunden pro Woche, befristet bis zum 30.09.2029
Entgelt nach TV-L

Wir suchen eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in zur Erweiterung unseres interprofessionellen Teams. Die ausgeschriebene Stelle richtet sich an Menschen mit einem Interesse an der Erforschung der Gesundheitsversorgung von trans* Menschen. Wir suchen Mitarbeitende, die bereits wissenschaftliche Erfahrungen haben (etwa durch ein Hochschulstudium oder sogar eine Promotion) und/oder aufgrund eigener Erfahrung zur Gesundheit von trans* Menschen forschen möchten (sog. „Peer-Forschende“). Eine Stellenteilung ist grundsätzlich möglich.

Das Institut für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Göttingen verbindet patientenorientierte Forschung und qualitativ hochwertige Lehre und besteht aus einem engagierten, interprofessionellen Team aus den Bereichen Medizin, Sozialwissenschaften, Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Geographie, Public Health, Epidemiologie, Städtebau, Ingenieurswissenschaften, Psychologie u.v.m. Unsere Forschungsthemen und methodischen Zugänge sind vielfältig und umfassen beispielsweise Projekte zur primärmedizinischen Versorgungsforschung, sektorenübergreifenden Versorgung, Forschung zu sozialer Teilhabe, Entwicklung und Evaluation komplexer digitaler Interventionen, Medikamentenstudien, partizipative Gesundheitsforschung sowie sozialphilosophische Perspektiven auf Medizin.

Das Projekt „Trans*power" (Primary care for trans* people in Lower Saxony: Using health care data, experiences with care, and participatory approaches to enhance medical care and medical education) wird zusammen mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt. Ziel ist die Erforschung der Versorgungssituation, der Erfahrungen und Bedürfnisse von trans*, nicht-binären und geschlechtlich diversen Personen in der hausärztlichen Primärversorgung.

Das Projekt möchte einen intersektionalen Ansatz, der verschiedene Diversity-Dimensionen (wie Alter, sozioökonomischer Status, Migration/Flucht, Religion, körperliche Beeinträchtigungen etc.) berücksichtigen. Ein zentrales Element des Projekts ist die enge Zusammenarbeit mit trans* Personen durch einen begleitenden Beirat. Der Mixed-Methods-Ansatz umfasst wiederholte qualitative Interviews mit trans* Personen, sowie mit Angehörigen und Versorgenden, Routinedatenanalysen und eine Survey-Studie. Ziel ist die Entwicklung evidenzbasierter Empfehlungen sowie Unterrichtscurricula in Medizinstudiengängen für eine verbesserte und diversitätssensible primärmedizinische Versorgung von trans* Menschen.

Das Forschungsteam besteht aus cis und trans* Forschenden.

Ihre Aufgaben

Ihre Aufgaben

  • Mitarbeit am Standort Göttingen im wissenschaftlichen Projekt Trans*power, insbesondere in den Arbeitspaketen zur qualitativen Sozialforschung mit trans* Personen und Versorgenden sowie der Analyse von Sekundärdaten unter Berücksichtigung intersektionaler Perspektiven
  • Planung, Durchführung und Auswertung der Mixed-Methods-Studie
  • Entwicklung von Lehrkonzepten zur trans* Gesundheit für die medizinische Aus- und Weiterbildung
  • Zusammenarbeit mit Projektpartner*innen im In- und Ausland
  • Publikation von wissenschaftlichen Arbeiten in Fachzeitschriften und Präsentation auf Konferenzen
  • Beteiligung an der Lehre von Studierenden der Humanmedizin
  • Konzeption und Entwicklung neuer Forschungsprojekte inklusive Drittmittelakquise

Ihre Qualifikationen

Ihre Qualifikationen

  • Ausgeprägtes Interesse und Erfahrung in Geschlechterforschung, Intersektionalität, Diversität, Gesundheitsversorgung marginalisierter Gruppen und/oder Antidiskriminierungsarbeit
  • Sie sind eine Forscher*innenpersönlichkeit: neugierig, umtriebig, eigeninitiativ und können sich in etwas hineindenken, bleiben dabei aber organisiert
  • Qualifikation in einem relevanten Fachgebiet wie Gesundheitswissenschaften, Sozialwissenschaften, Gender Studies, Soziale Arbeit, Medizin, Public Health, Psychologie oder Epidemiologie, egal ob Bachelor, Master oder Promotion – oder eine Berufsausbildung oder ein anderes Studium und Erfahrung in Beratung, Selbsthilfeorganisationen, Vereinen oder ähnliches
  • Erfahrung oder Interesse an qualitativen und/oder quantitativen Forschungsmethoden
  • Wir freuen uns, wenn Sie sich in der Lehre von Medizinstudierenden einbringen und engagieren
  • Sicherer Umgang mit Microsoft Office und Programmen zur qualitativen und/oder quantitativen Datenauswertung oder Bereitschaft, sich diese anzueignen

Wir bieten

Wir bieten

  • Die Möglichkeit, sich mittel- und langfristig ein eigenes Forschungsfeld im Bereich der geschlechtlichen Vielfalt, Diversität und Gesundheitsversorgung zu erschließen und zu verfolgen
  • Selbstständige Mitarbeit in einem hochengagierten Team
  • Teilnahme an internen und externen Fort- und Weiterbildungen
  • Flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten, Anwesenheit am Institut 1-2 Tage / Woche abhängig vom Stellenanteil
  • Für Ärzt*innen in Weiterbildung: Weiterbildungsrotation auf dem UMG-Campus oder in allgemeinmedizinische Praxis möglich
  • Keine Nacht-, Feiertags-, oder Bereitschaftstätigkeiten
  • Möglichkeit zur Anfertigung von Abschlussarbeiten (Bachelor oder Master), Dissertation, Habilitation und langfristigen wissenschaftlichen Karriereentwicklung
  • Gesundheits- und Sportangebote durch ein ausgezeichnetes betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen, tarifvertragliche Entlohnung
  • Einen Arbeitsplatz in einer attraktiven, dynamischen und gleichzeitig historischen Stadt

Die Bewerbungsgespräche finden am 10. und 11. August 2026 statt.

 

 

Unser Ziel als Universitätsmedizin Göttingen ist die berufliche Gleichstellung aller Geschlechter. Wir streben in Bereichen, in denen eine Unterrepräsentation vorliegt, eine Angleichung des Geschlechterverhältnisses an. Der beruflichen Teilhabe von schwerbehinderten Menschen sieht sich die Universitätsmedizin Göttingen in besonderer Weise verpflichtet und begrüßt deshalb Bewerbungen schwerbehinderter Menschen. Bei gleicher Eignung werden Bewerbungen schwerbehinderter Personen nach Maßgabe der einschlägigen Vorschriften bevorzugt berücksichtigt. Wir bitten Sie, eine Behinderung/Gleichstellung zur Wahrung Ihrer Interessen bereits im Bewerbungsschreiben anzugeben.


Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!